Erstmals seit Durchführung der „Aufklärer-Tours“ hatten sich die Organisatoren Günter Denk und Rainer Rickert an eine 4-Tage-Reise an den Neusiedler See gewagt. Doch innerhalb von nur 6 Stunden war auch diese Reise ausgebucht!
Pünktlich wie immer rollte unser Bus am 20.09.2007 um 06.00 Uhr aus der Pionierkaserne.
Die Fahrt führte uns Richtung Wien, durch das Helenental nach Eisenstadt, in die ehemalige Residenzstadt der Fürsten Esterházy. Am Vormittag besichtigten wir in der Burgenländischen Landeshauptstadt die 1701 erbaute Bergkirche mit dem Haydnmausoleum und der Haydn-Orgel und nach einer kurzen Mittagspause die Prunkräume des Schlosses Esterházy. Die musikalischen Grüße im Haydnsaal mit seiner besonderen Akustik lassen unsere Herzen höher schlagen.
Gegen Abend erreichten wir die Festspiel- und Weinbaugemeinde Mörbisch am Neusiedler See. Wir bezogen Quartier im Hotel „Burgenländerhof“. Nach Zimmerverteilung u. Abendessen wurde noch durch die geschmückten typischen Burgenländischen Hofgassen gebummelt.
Der zweite Tag sollte sich dann als Höhepunkt unserer Reise erweisen. Nach einem kräftigen Frühstücksbuffet ging es Richtung Forchtenstein. Die Burg Forchtenstein ist neben dem Schloss Esterházy das Wahrzeichen des Burgenlandes. An diesem Ort wird die bedeutende Sammlung der Fürsten Esterházy präsentiert. Seit 1998 sind die über Jahrhunderte zusammengetragenen Schätze der Familie auf der Burg in modern angepassten Räumen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In einer unvergesslichen Ausdrucksweise zog unsere Führerin alle Register und vermittelte uns, trotz ihrer Schwerhörigkeit, das uneinnehmbare Bollwerk zur Sicherung des Habsburger-Reichs gegen den Türkenansturm aus dem Osten. Mit ihrem „ungarisch-deitsch“ war sie gleichermaßen grob und charmant. Zurück in Mörbisch, ging es weiter mit dem Schiff nach Illmitz. An der Anlegestelle stiegen wir um auf die bereits warteten Planwagen und fuhren durch das Wein- und Naturschutzgebiet (Illmitzer Nationalpark Neusiedler See). Wir genossen diese Hinfahrt in vollen Zügen, noch nicht wissend, dass die meisten auf der Heimfahrt mit Tanzen und Singen beschäftigt sein würden. Denn die Einkehr in der Jausenstation erwies sich als Volltreffer. Gestärkt mit Schmalz- und Speckbroten sowie dem dazugehörigen Wein, war die Stimmung mit Beginn von Günters Akkordeonmusik schnell auf dem Siedepunkt. Ungeahnte Kräfte wurden freigesetzt und kurzerhand war aus unbescholtenen Reisenden der stimmkräftige „Aufklärer-Chor“ gegründet. Als wir die Rückfahrt mit den Pferdekutschen antreten mussten, wurde noch gesungen und auf dem Schiff sogar getanzt. Leider (Gott sei Dank) waren in Mörbisch nach dem Abendessen schon alle Lokale geschlossen.
Am dritten Tag stand die österreichische Hauptstadt Wien auf dem Programm. Schloss Schönbrunn, eine Stadtrundfahrt sowie freie Verfügungszeit mit abschließendem Besuch des bekannten „Wiener Praters“ waren für manche eine Erholung der am Vortag erlebten „Strapazen“.
Der vierte Tag stand leider schon wieder im Zeichen der Heimreise. Die Fahrt führte uns durch die Wachau zum Stift Melk. Dort hatte jeder die Möglichkeit, vor allem die wunderschöne Stiftskirche sowie den sehenswerten Garten mit Pavillon und Metallskulpturen anzuschauen.
Den Abschluss dieser wunderschönen Reise bildete ein gemeinsames Abendessen in Schierling. Da wird es wohl schwer für 2008 wieder etwas Vergleichbares zu planen. Mal sehn. Der Günter und der Rainer die werden es schon machen. Danke!


