Unerwartet viele Kameraden folgten unserer Einladung zur Besichtigung der Neuen Pionierkaserne auf der Schanz am Dienstag, den 13.04.2010, mit dem anschließenden Vortrag - das Kreisverbindungskommando, Aufgaben und Möglichkeiten.
Zur Führung durch die Pionierkaserne begrüßte unser Vorsitzender OTL d. Res. Hermann einen ehemaligen 10er, OTL Michael Wieteck, der als Truppenfachlehrer an der Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik eingesetzt ist.
OTL Wieteck zeigte uns sein Dienstzimmer; anschl. im „Hörsaal Taktik“ des Lehrsaalgebäudes erhielten wir einen Einblick an Hand von Bildern über die Sanierung bzw. die Neuordnung u. Gestaltung der Kaserne. Die Truppenunterkunft gleicht eigentlich nicht mehr einer herkömmlichen Kaserne, sondern vermittelt von der baulichen Art her eher einen Hochschul-Campus. Die Gebäude sind im Inneren wie auch im Außenbereich farblich der Waffenfarbe der Pioniere wie auch deren Kopfbedeckung angepasst. Die neuen Soldaten-Unterkünfte der Lehrgangsteilnehmer bilden das Konzept „Unterkunft Wohnen 2000“. Große Aufmerksamkeit fand die Einrichtung des Wohntraktes bei unseren Damen, die sich zahlreich unserer Führung angeschossen hatten.
Auf dem anschließenden Rundgang durch den Kasernenbereich gewannen wir einen Überblick über die komplett überarbeiteten Bestandsgebäude aus den 50er und 60er Jahren. Helle Putzfassaden mit den dominierenden Fensterelementen setzen weiße und anthrazite Akzente. Sogar ein künstlicher Wasserlauf wurde geschaffen der mit einer Platanenallee die zentrale Achse mit dem repräsentativen Lehrsaalgebäude im Westen und dem weiträumigen Grundausbildungsplatz mit dem Sporthallenkomplex im Osten bildet.
Dieses architektonische Konzept wurde natürlich auch an den ehemaligen Gebäuden des PzAufklBtl 10, unserer ehemaligen Truppenunterkunft in der Pionierkaserne, übertragen. Hier ist jetzt das GebPiBtl 8 aus Brannenburg eingezogen.
Gegen 19:00 Uhr rückten wir ins Kasino ein. Hier erwartete uns der Vortrag unseres Mitgliedes und Kameraden, Oberstleutnant d. Res. Willibald Schels, zugleich Leiter des Kreisverbindungskommandos Eichstätt (Ltr KVK Eichstätt).
OTL Schels stellte uns dieses Verbindungsorgan vor. Er ist Leiter des Eichstätter Kommandos und als Beauftragter der Bundeswehr für Zivil-Militärische Zusammenarbeit vom Landeskommando Bayern eingesetzt. Im Zivilberuf ist er Rektor der Grund- und Hauptschule in Lenting. Das KVK fungiert als Verbindungsorgan für den Bereich der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit zwischen dem Landratsamt und den entsprechenden Stellen der Bundeswehr. Für jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt steht ein solches KVK der Bundeswehr zur Verfügung. Das KVK besteht aus Offizieren und Unteroffizieren der Reserve und hat die Aufgabe im Einsatzfall die erforderlichen Maßnahmen mit der Katastrophenschutzbehörde des Landratsamtes und der Bundeswehr zu koordinieren. Das konkrete Aufgabengebiet umfasst dabei die Vorplanung, die Beratung die Verbindungsherstellung, die Entgegennahme von Hilfeersuchen, sowie die Teilnahme an Katastrophenschutzübungen.
Wer vermutet hatte einen trockenen Vortrag zu erhalten wurde enttäuscht. OTL Schels berichtete viel aus seiner erlebten Erfahrung, zeigte viele Beispiele aus unserer Region auf, und konnte natürlich hier im Kameradenkreis seine persönlichen Eindrücke vermitteln.
Wir bedanken uns herzlich bei beiden Offizieren, die uns dieses Jahr in der Programmgestaltung unterstützt haben.


