Kameradschaft Panzeraufklärungsbataillon 10 e.V.

Reise Kärnten/Slowenien

"Aufklärer-Tour 2009" vom 17.-20. September

Insel Blejski Otok - Gruppenfoto

Unsere diesjährige Aufklärer-Tour führte uns ins gastfreundliche Kärnten mit angrenzendem Slowenien, wo sich die Lebenslust der Südländer mit der urigen Gemütlichkeit der Österreicher und dem slawischen Temperament kombinieren.

Pünktlich wie immer verließen wir unseren Ausgangsort, die Pionierkaserne auf der Schanz. Einigen von uns standen fast Tränen in den Augen, als sie die ‚Neue‘ umgebaute Kaserne befuhren und nahezu nichts mehr von unserer ehemaligen militärischen Heimat vorfanden. So stellte sich auch das Wetter dar - der Himmel weinte in Strömen.

Doch bereits bei Erreichen unserer ersten Zwischenstation, der in Deutschland ältesten Enzianbrauerei Grassl in Unterau bei Berchtesgaden, schien bereits die Sonne, die wieder unser ständiger Begleiter während der Fahrt wurde. Der Gebirgs-Enzian, das urbayerische Original wird hier seit 1602 nach traditionellen Verfahren gebrannt. Es werden mehr als 20 Gebirgs-Spezialitäten produziert. Im Brennhüttenmuseum, das im alten Almkaser neben der Enzianbrennerei untergebracht ist, dürfen wir endlich den edlen Tropfen neben einer zünftigen Brotzeit mit Almkas und anderen beliebten Berchtesgadener Schmankerln ausprobieren; dass lässt die Urlaubsfreude vollkommen werden...

Über die Rossfeld-Höhenstraße, einer der schönsten Hochgebirgsstraßen geht’s weiter. Wir erreichen unser Hotel in Heiligenblut bei Villach, beziehen Quartier, machen kurz Brotzeit und fahren zur Stadtführung nach Villach, der heimlichen Hauptstadt Kärntens. Der Hauptplatz ist schon seit etwa 800 Jahren der Mittelpunkt des Stadtkerns von Villach und wurde vor einigen Jahren zur Fußgängerzone umgewandelt. Hier macht das Flanieren besonders viel Spaß, denn Boutiquen und Cafés wechseln sich ab.

Der 2. Ausflugstag führte uns in die slowenische Stadt Postojna (dtsch. Adelsberg), zu den Adelsberger Grotten mit ihrem Dekor aus Stalaktiten und Stalagmiten. Diese Touristenattraktion ist ein Erlebnis der besonderen Art, denn Wandmalereien belegen, dass bereits im Jahr 1213 die ersten Besucher diese Höhlen besichtigten. Mit einer kleinen Bahn wurden wir in die Unterwelt der größten und meistbesuchtesten Karstgrotte in Europa gefahren. Trotz des großen Andranges begann nach erstaunlich kurzer Wartezeit unser Rundgang vorbei am Konzert- und Schneesaal sowie am schimmernden Stalagmiten Brillant.

Tief beeindruckt, aber auch begeistert von dieser Naturschönheit fuhren wir weiter in den nordwestlichen Teil Sloweniens. Dort liegt zu Füssen von Julischen Alpen, in der Region Oberkrain, der Bleder See. Der See entstand beim Abschmelzen des Bohinjer Gletschers. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts war dieser Ort einer der schönsten Kurorte des damaligen Kaiserreiches. Mit den traditionellen Holzbooten (Pletna) wurden wir zur Insel Blejski otok gerudert. Nach 99 Stufen auf der monumentalen Treppe standen wir vor der bekannten Marienkirche und hier lauerte die 1. Überraschung: unsere beiden „Macher“, Günter und Rainer, hatten extra eine Hochzeit mit englischer Beteiligung organisiert!

Am 3. Ausflugstag machten wir eine kurze Stippvisite in Kärntens ehemaliger Landeshauptstadt St. Veit an der Glan. Die Blumenstadt besticht durch ihre interessante Mischung aus historischer Altstadt und moderner Architektur. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Hauptplatz mit schöner Pestsäule, das Rathaus, der Schüsselbrunnen und einzigartig das Ernst-Fuchs-Hotel (Fuchs-Palast).

Es blieb nicht viel Zeit, denn wir wollten ja die Traumburg Kärntens - die Burg Hochosterwitz - ausführlich besichtigen. Sie steht auf einem 175 m hohen Dolomitfelsen und ist entweder mit einem Schrägaufzug oder auf dem 620 m langen Burgweg mit 14 Toren zu erreichen. Die 2. Überraschung des Tages ließ nicht lange auf sich warten. Unsere „Macher“ hatten eine groß angelegte Feuerlöschübung auf der Burg organisiert! Der Rückweg führte uns in das abgelegene Gurktal, zum Dom zu Gurk, einer der bedeutendsten romanischen Bauwerke Europas. Zu den berühmten Kunstwerken zählen die 100 säulige Krypta, die Bischofskapelle und das Fastentuch.

Die Tage vergingen wie im Flug. Die Rückreise führte uns über die Großglockner Panoramastraße. Auf 48 Kilometern Hochalpenstrasse mit 36 Kehren, bei einem Höhenanstieg bis auf 2.504 Meter, erlebten wir ein tolles Natur- und Fahrerlebnis. Ein kurzer Halt auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, um einen Blick auf den Gletscher sowie die Pasterze zu werfen und Freundschaft mit den zutraulichen, aber verfressenen Murmeltieren zu schließen, stellte den letzten Höhepunkt unserer Reise dar.

Nach einem gemeinsamen Abendessen erreichten wir zeitgerecht wieder unseren Ausgangspunkt - die Pionierkaserne.

Für die wieder gute Stimmung auf der Reise bedanken sich die Organisatoren Günter Denk und Rainer Rickert.

PS: Nächstes Jahr werden wir - wenn alles gut geht - bereits unsere 10. Aufklärer-Tour veranstalten. Also, vergessen Sie nicht diesen Termin bereits jetzt im Jahreskalender 2010 vorzumerken.