Auf unserem diesjährigen Tourplan vom 15.-17. September 2006 stand die Mittelgebirgslandschaft des Harzes.
Pünktlich – wie immer – verließen wir die Pionierkaserne Auf der Schanz. Gegen Mittag erreichten wir Wernigerode, auch die "Bunte Stadt am Harz" genannt; sie liegt am Nordrand des Harzes. In einzigartiger Faszination und Vielfalt wetteifern prachtvolle Fachwerkhäuser um die Gunst der Besucher. Unter einer sachkundigen Führung lernten wir die verwinkelten Fachwerkgassen Wernigerodes und das bekannte doppeltürmige gotische Fachwerk-Rathaus kennen. Wernigerode ist Ausgangspunkt, der Harzer Schmalspurbahn, für die Fahrt in den Harz. Gegen Abend erreichten wir etwa 8 km südwestlich unser Hotel "Drei Annen" in Annen Hohne.
Der zweite Tag begann mit der Busfahrt durch den landschaftlich schönen Ostharz und stand ganz unter dem Motto "Auf den Spuren von Hexen & Teufeln". Mächtig beeindruckt hatte uns, nur 5 km vom Höhlenort Rübeland entfernt, die größte Talsperre im Harz, die "Rappbodetalsperre", die auch die größte Talsperre in Deutschland ist.
Das wohl typischste Souvenir aus dem Harz ist die (Brocken-)Hexe. Kein Andenkenladen in der Harzregion kommt heute ohne sie aus. Der bekannteste Ort im Harz nach dem Brocken ist der Hexentanzplatz bei Thale. Hier werden Geschichten und Mythen des Harzes lebendig. Gegenüber liegt die Roßtrappe, ein markanter Felsvorsprung, der weit in das Bodetal hineinragt. Am Nachmittag fuhren wir vom Wernigeröder Bahnhof Westerntor mit der Brockenbahn, die heute noch mit Dampfloks betrieben wird, auf den höchsten Berg Norddeutschlands, den Brocken. 28 Jahre lang (1961-1989) war er - politisch bedingt - der einzige unbegehbare Berg der Welt. Nach 2 1/2 stündiger Fahrt erreichten wir den Endpunkt der Brockenbahn – den Brockenbahnhof – und trafen dort auf eine urige Gastronomie. Wir schlemmten genüßlich die berühmte Erbsensuppe mit Bockwurst - original zubereitet in einer Gulaschkanone – und ließen uns bei einem frischem Hasseröder und einem Schierker Feuerstein den Brockenwind um die Nase wehen. Entlang dem angelegten Rundweg erhielten wir einen schönen Blick über die weitere Umgebung.
Neben dem 123 Meter hohen Antennenmast beherrschen die charakteristischen Gebäudekomplexe der Brockenherberge (mit Hotel und Restaurant) sowie das Brockenhaus (Museum) das Bild des Brockengipfels.
Am dritten Tag steuerten wir auf dem Heimweg die Stadt Goslar am Nordrand des Naturparks Harz an. Unter sachkundiger Führung gingen wir auf Erkundungstour durch die Geschichte der Stadt mit der beeindruckenden Kaiserpfalz. Goslar muß im Mittelalter eine mächtige Stadt gewesen sein. Das wunderbar erhaltene mittelalterliche Stadtbild ist noch heute Zeuge dieser Zeit. Mit dem Goslarer Glocken- und Figurenspiel auf dem Marktplatz endete unsere Führung und damit auch eine schöne Reise durch den Harz.
Bei herrlichem Sonnenschein traten wir nach dem Mittagessen im Stadtkern von Goslar die Heimreise an. Es war wieder eine gelungene Veranstaltung. Den Organisatoren Günter und Rainer herzlichen Dank.


