Kameradschaft Panzeraufklärungsbataillon 10 e.V.

Reise Dresden, 2. Tag

Park Pillnitz

In die sächsische Schweiz.

Nach dem Frühstück Abfahrt um 08.45 Uhr.

Wir nehmen unsere fachkundige Stadtführerin auf und fahren stromabwärts mit Blick auf die Elbschlösser: Schloss Eckberg, Lingner Schloss, Schloss Albrechtsberg.

Über die Löschwitzer Brücke - vorbei am Blauen Wunder - Schwebebahn (Historische Bergbahn) fahren wir auf der Pillnitzer Landstraße - vorbei an der kleinen Kirche "Maria am Wasser" zur Sommerresidenz August des Starken zum Schloss und Park Pillnitz erwarten uns heitere Pracht und exotische Pflanzen.

Von der Residenz Dresden aus fuhr der sächsische Hofstaat auf prachtvollen Gondeln elbaufwärts nach Pillnitz. Schon wenn wir auf der großartigen Freitreppe vor dem Wasserpalais stehen, können wir lebhaft nachempfinden, welche Pracht und Lebensfreude damals im "Lustschloss für Park- und Wasserfeste" herrschte. Unmöglich, alle historischen, kunsthistorischen und botanischen Einmaligkeiten aufzuzählen, deshalb soll hier nur die über 250 Jahre alte japanische Kamelie genannt sein. Im Jahre 1767 brachte Thunberg, ein Schüler und Nachfolger Linnés, vier Kamelienpflanzen (Camellia japonica L.) von seiner Japanreise in die Royal Botanic Gardens nach Kew bei London. Eine der Kamelien kam 1770 als Kübelpflanze nach Dresden und wurde bereits 1803 an dem Ort ausgepflanzt, wo sie heute noch steht. Mittlerweile hat die etwa 250 Jahre alte Kamelie eine Höhe von 8,60 m, einen Durchmesser von fast 11 m und einen Umfang von 33,6 m erreicht. Sie besitzt ein eigenes Haus, die Blütezeit fällt in die Monate Februar bis April und die etwa 35.000 glockenförmigen zartrosa Blüten sind eine Augenweide für die Besucher.

Vorbei an Burg Stolpen hier lebte "Gräfin Cosel" die einstige Mätresse August des Starken, 49 Jahre in Gefangenschaft.

Weithin sichtbare Tafelberge, zerklüftete Sandsteinfelsen und bewaldete Schluchten prägen das Bild einer der schönsten Landschaften Sachsens. Die Schweizer Maler Anton Graff und Adrian Zingg waren die Ersten, die das Malerische und die Schönheit des Gebirges erkannten. Von ihnen stammt auch der Name "Sächsische Schweiz". 

Besonders beliebt ist das Basteigebiet mit seinem berühmten Aussichtsfelsen 194 m über der Elbe. Unterhalb des Aussichtspunktes, in Rathen, lädt das Naturtheater Felsenbühne im Sommer zum Besuch ein.

Weiter stromaufwärts am Ufer thront über dem kleinen Ort Königstein die größte Festungsanlage Deutschlands - die Festung Königstein - 240 m über dem Elbspiegel. Mit 9,5 ha gehört sie zu den größten Bergfestungen Europas. 

Von glorreichen und schweren Zeiten zeugt diese mächtige und prächtige Anlage - von einer 2,2 km langen Mauer umgeben, auf bis zu 40 m hohen Felswänden - bietet uns ein einzigartiges Bild mit über 700 Jahren Baugeschichte. Wir bewundern bautechnische Details und vergessen nicht einen Blick in den mit 152,5 m tiefsten Brunnen Sachsens zu werfen. Ab dem 16. Jahrhundert war die Festung Königstein militärisch uneinnehmbar, so dass das sächsische Herscherhaus in unruhigen Zeiten hier Zuflucht suchte. Nie erobert, schützte sie den Handelsweg nach Böhmen, diente sächsischen Königs- und Fürstenfamilien als "Schatztruhe", Festung sowie als berüchtigtes Staatsgefängnis. Während wir den längst vergangenen Geschichten lauschen, können wir die fantastische Aussicht auf das Elbsandsteingebirge genießen.

Auf der Rückfahrt nach Dresden verrät unsere Reiseführerin noch das Rezept "Dresdner Eierschecke".

Im Hotel erwartet uns das Abendessen sowie ein gemütlicher Ausklang mit Musik und Tanz.